Großvaters Frühling

Kirschblüten sterben
(sagst du)
an ihrer Zartheit
noch ehe der nächste
Morgen kommt

nachts
bläst der Nordwind
die letzte Wärme
aus frierenden Zweigen

und deine Augen
leuchten
über die Obstwiesen
deiner Kindheit

und ich sehe
den spiegelnden Frühling
aus deinen Träumen
wenn du erzählst

doch du gingst

und ich lausche
immer noch
deinen Worten
aus dieser fernen Zeit

von der Sehnsucht

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von der Sehnsucht

.

mein Dasein
wird verstummen
wie ein Blatt
das reif
und müde vom Baume fällt

eines unter vielen

und der Wind
wird mich streicheln
und meine Gedanken tragen
auf weichen Flügeln gebettet

zu einem stillen Platz
ohne Weinen
ohne Tumult und Elend
und es wird Friede sein

dort
am Ende der Zeit

Kommentare

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Liebe Kommentierer/innen.

In meinem Spam-Ordner häufen sich „Kommentare“ in englischer, spanischer, französischer, italienischer …… Sprache, die ich zum Teil selbst eindeutig als Spam erkenne.
Doch manche geben mir Rätsel auf. Sie klingen wohlgemeint.
… nur verstehe ich nicht – wenn man einen deutschen Text meines Blogs lesen und sogar kommentieren möchte – so sollte man in der Lage sein, dies in Deutsch zu tun.
Oder?
Somit bin ich mit mir am Hadern, ob ich die Kommentare frei schalten soll – oder nicht.
Also – liebe Kommentierer/innen: – Bitte macht es mir einfacher, eure „eventuelle“ Meinung besser einordnen zu können.
… denn ich möchte eure Kommentare nicht der Technik zum Opfer fallen lassen.

Alles Liebe,
euer Michael

Februar

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Februar

.

es haucht
ein kleiner Frühling
aus den Winden

mir ins Gemüt
den kalten Winter
aus dem Land

noch schlafend
liegt der Park
gesäumt von Linden

verträumt und still
stehn wir am Bächlein
Hand in Hand

schon rufen Amseln
ihren Liebsten
in die Ferne

und lauschen
ihrem Singen
bis zur Nacht

in der Wiese liegen
und in deinen Armen
würd ich gerne

doch viel zu früh
bin ich
aus meinen Träumen aufgewacht

Theodor Storm

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Gedenkst du noch

 

Gedenkst du noch, wenn in der Frühlingsnacht
Aus unserm Kammerfenster wir hernieder
Zum Garten schauten, wo geheimnisvoll
Im Dunkel dufteten Jasmin und Flieder?
Der Sternenhimmel über uns so weit,
Und du so jung; unmerklich geht die Zeit.

Wie still die Luft! Des Regenpfeifers Schrei
Scholl klar herüber von dem Meeresstrande;
Und über unsrer Bäume Wipfel sahn
Wir schweigend in die dämmerigen Lande.
Nun wird es wieder Frühling um uns her,
Nur eine Heimat haben wir nicht mehr.

Nun horch ich oft, schlaflos in tiefer Nacht,
Ob nicht der Wind zur Rückfahrt möge wehen.
Wer in der Heimat erst sein Haus gebaut,
Der sollte nicht mehr in die Fremde gehen!
Nach drüben ist sein Auge stets gewandt:
Doch eines blieb – wir gehen Hand in Hand.

Theodor Storm

MICHAEL HERMANN ……………………………………………… Bitte beachten. Bei allen nicht anders gekennzeichneten Texten und Bildern liegen die Rechte bei mir. Auch bitte ich darum, JEDES Rebloggen zu unterlassen! …………. Im Allgemeinen gilt: – FREIE MEINUNGSÄUßERUNG. Jedoch, bin ich der Hausherr dieses Blogs und mache gegebenenfalls von meinem Hausherrenrecht Gebrauch.