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Konkret scheint die Zeichnung im Werk von Michael Hermann dienend und die Plastik vorbereitend – durchaus als Skizze. Zugleich aber macht sie deutlich, wie dicht der Künstler entlang von Sprachbildern arbeitet. Wie er diesen je eine neue Gestalt verleiht. Etwa, wenn er vermittels einer Zeichnung vorschlägt, dass eine unglaublich steil senkrecht aufgerichtete Schnecke sich selbst vor Regen durch einen aufgespannten Schirm schützen solle. Eine Schnecke, wohlgemerkt, die man wahrlich nicht beim Sonnenbaden wissen wollte. Der Künstler kitzelt am Oxymoron. Denn oft formt er ein sprachliches Sinnbild oder eine bildhafte Figur, deren Kennzeichen die Verbindung zweier sich gegenseitig widersprechender Begriffe ist – sprachliche Beispiele hierfür wären: „Helldunkel“ oder „Alter Knabe“.

Teil einer Einführung durch Andreas Baur, Leiter der Galerien der Stadt Esslingen am Neckar, in der Staatlichen Akademie für Lehrerfortbildung Wirtschaft und Technik, Esslingen 

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