Hommage an Radu Mihaileanu

DCF 1.0Skulptur  „…Weg oder Ziel.?“ – bitte anklicken

Das Gedicht schrieb ich vor längerer Zeit, merke aber nun, wie es –  mit den Hintergründen von Radu Mihaileanus Filmen „Geh` und lebe“ oder „Der Zug des Lebens“ –  gerade in die heutigen Wochen passt.

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Hommage an Radu Mihaileanu

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der Zug des Lebens*

in einer anderen Welt

fährt auf dich zu

doch du verdrängst

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dein Traum fährt allein

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geh und lebe*

greif nach der fremden Hand

doch fühle den Sand

wenn du träumst

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bringt dich die Liebe

zu ihr zurück

und wenn die Geige erklingt

hör auf dein Herz

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die Zeit ging vorbei

du spielst

in Erinnerung

das Konzert*

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(*) Filmtitel von Radu Mihaileanu

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Fang den Augenblick

HPIM1036.JPG
Bei näherem Blick hinter das Gedicht Hölderlins, fiel mir meine Skulptur ein, die seit 2001 als Eigentum der AOK-Baden-Württemberg vor deren Bildungszentrum steht. Was auf dem Foto vielleicht nicht zu erkennen ist – im „Kopf“ ist ein Windrad mit Würfelzahlen versehen.

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Hälfte des Lebens
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Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.
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Weh mir, wo nehm’ ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.

Friedrich Hölderlin

Kleinschelken

„Siebenbürgen – süße Heimat“.?

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dort

unter Akazienblüten

schweigen die betonierten Gräber

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still

verblassen die Namen

im harten Granit

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über den Wegen

wuchert Gras

die letzte Spur

führt hinaus in die Welt

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der Glockenturm

schlägt die Zeit

die längst von der Scholle riss

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Moltkes Text sinkt ins Vergessen

.

im Land hinter den Wäldern

verstummt der Gesang