o.T.

nun

wo der Sommer langsam
aus der Seele schleicht

rauchgeschwängerte Nebel
beißend über ausgelaugten
müden Gärten liegen

Farben sterben:
gelb – rot – braun – grau

Musik

nur noch leise
zum Tanz mit eingebrannten Träumen
unserer Herzen spielt

lese ich Worte
Bilder
Gedanken

und fühle angenehme Wärme

es keimt ein Grün
irgendwo im Eis der Zeit

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Du

Durch Deine Augen sehe ich Gedanken
– manchmal ein Blinzeln nur
am steilen Berg der Zeit.
Mit Deinem Herzen höre ich das Grollen,
durch das der Berg
in Rätseln zu Dir spricht.
… und wenn Du oben stehst so fühl ich
– es sind mein Herz und meine Augen,
die Welt ist klein
– und Du bist ich.

ohne Titel

ist es
der Lauf der Zeit

gestohlene Jahre
die nicht deine waren
und dich prägten

verlorene Jugend

das Licht der Sonne
welches nur
zur Arbeit schien

riechst Du
noch Blumen die
der Sense fielen

im Kräuterheu
verquirlt im Schweiße
deines sorgenvollen Gestern

spül ab
den Kohlenstaub
der deine Seele eingefangen hielt

die Zeit ist reif

für ein paar Tage
Morgen