alles wird gut

 

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Euch allen wünsche ich  `nen guten Rutsch und ein tolles Jahr 2016!!!

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die Zeit verneigt sich

gütig lächelnd
vor müden Schatten
ausgelaugter Seelen

geschundene Hände

gefaltet schwer
voll Demut ruhen
in gekrümmten Körpern

erfüllte Wünsche
eingesperrt
in Barrikaden

zementierte Momente
von Glück speisen
Feuer der Erinnerung

Träume in Raketen
gehamstert
gehortet für die große Nacht

zum Himmel schießen

neue Wünsche
verpuffen in
millionen Funken

ach bliebe doch einer nur
in meinem Schatten
ein kleines Licht

das nie vergeht

Danke!!!

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Krippe aus Peru

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Liebe Besucherinnen und Besucher, liebe Freundinnen und Freunde, zum bevorstehenden Weihnachtsfest wünsche ich euch besinnliche Tage und alles Liebe und Gute!!!
Herzlichen Dank für euer Interesse an meinem Blog, eure Begleitung und die lieben und schönen Kommentare!
… ich freue mich sehr über euer Hiersein.
Bitte denkt auch an die vielen armen Menschen da draußen – die Heimatlosen, die Hungernden, die Flüchtenden, die Vertriebenen, die Gefolterten und Gequälten, die Einsamen, die Vermissten, die Vermissenden, die Kranken und all die Leidenden!
Mit lieben Grüßen,
Euer Michael

Ein ewiger Traum

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Ich würde gern
durch die Kugel
in ein Land
hinter den Wäldern sehn

Im Spiel der Glocken
legt sich weich
tanzender Schnee
zur stillen Nacht

Verträumt

in den Bergen
das Tal
eingeschneit
am langen Bach

und ein Dorf
aus der anderen Zeit

Hinterm Torbogen
höre ich klopfen
Vater
richtet den Baum

rieche Duft
von Kerzen
aus Großvaters Zimmer
fühle ich Wärme

Kirche und
Lieder
Lebkuchen
Orangen

Zauber einer Nacht
in strahlenden Kinderaugen

Ich würde gern
durch die Kugel
in ein Land
hinter den Wäldern sehn

Doch nun

die Menschen sind fremd
Vater – das Haus
den Torbogen gibt es nicht mehr
Großvaters Zimmer

ein ewiger Traum

Modrige Tage

Dieses Gedicht schrieb Elke Kühne-Kaminsky vor einigen Tagen. Den Text finde ich sooo treffend für die jetztige Zeit und ich wollte ihn unbedingt hier nochmal einstellen.

Der Schoß ist fruchtbar
immer noch und immer wieder,
aus dem es kroch und kriecht.
Aus dem es mir zuwider
nach Fäulnis und Verwesung riecht.

Zu schrill die Töne,
unerträglich die Tiraden,
von Hass erfüllt. Es ist
die Zeit uns schwer beladen.
Verbittert, hemmungslos im Zwist.

Laut dröhnt der Kriegsgeist,
grölt und zündelt unverhohlen,
die Stimme kreischt vor Wut.
Ein Dämon, dieses Johlen!
Nachts wird mir schwer ums Herz zumut.

Das Jahr klingt friedlos
aus in Worten und in Taten,
entblößt sein Angesicht
uns, die wir es bejahten
mit Hoffnung und mit Zuversicht.

Doch steigt ein Stern, weicht
Unbehagen dem Erkennen:
Es braucht das Widerwort,
das deutliche Benennen –
Die Welt lebt nur im Frieden fort.

(c) Elke Kühne-Kaminsky
Herzlichen Dank, liebe Elke!

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Link zu Elkes Blog:

http://innehalten.blogspot.de/