Stilles Dunkel

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es dunkelt die Zeit

Sterne gehen lautlos unter
weit
hinterm unsichtbaren Mond

selbst Schlangen
verlassen winselnd
den kahlen Baum

(es ist still
erstarrte Menschen
erwarten ein Zeichen)*

wo bleibt das Licht
das du uns gabst
wo ist die Krippe

die sterbende Kinder nährt

mit (*) gekennzeichnet – Rose Ausländer

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4 Kommentare zu “Stilles Dunkel”

  1. Ja, liebe Gabriele. Es macht mich sehr traurig, wenn ich sehe, was in der Welt los ist. Und bei uns? Ich fahre fast täglich an diesen Flüchtlingscontainern auf der Wiese am Rande unseres Dorfes vorbei. Manchmal kreuzen Familien die Straße und ich versuche unsere Wege zu vergleichen …
    … und dann komme ich an und weiß, ich bin zu Hause …
    Still, traurig, eingedunkelt – danke für diese Worte, liebe Gabriele!!!
    Mit lieben Grüßen,
    Michael

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  2. Draußen ist die Finsternis, das Unbekannte. Drinnen die Verzweiflung, und die fehlende Möglichkeit mit den anderen Schritt halten zu können. So, als ob der liebe Gott gestorben wäre.

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