Ein ewiger Traum

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Ich würde gern
durch die Kugel
in ein Land
hinter den Wäldern sehn

Im Spiel der Glocken
legt sich weich
tanzender Schnee
zur stillen Nacht

Verträumt

in den Bergen
das Tal
eingeschneit
am langen Bach

und ein Dorf
aus der anderen Zeit

Hinterm Torbogen
höre ich klopfen
Vater
richtet den Baum

rieche Duft
von Kerzen
aus Großvaters Zimmer
fühle ich Wärme

Kirche und
Lieder
Lebkuchen
Orangen

Zauber einer Nacht
in strahlenden Kinderaugen

Ich würde gern
durch die Kugel
in ein Land
hinter den Wäldern sehn

Doch nun

die Menschen sind fremd
Vater – das Haus
den Torbogen gibt es nicht mehr
Großvaters Zimmer

ein ewiger Traum

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15 Kommentare zu “Ein ewiger Traum”

    1. Dankeschön, liebe Sylvia!
      Hab mal ein Buch (2012) in Eigenregie gemacht und nur den Druck in Auftrag gegeben. Auflage 20 Stück. Aber da ich sehr viele Kunstfotos drin hatte, wählte ich ein ziemlich gutes – aber teures Papier. Das Buch ist halt so teuer, dass ich selbst normalerweise nie so viel Geld dafür ausgeben würde. Ein Buch ohne Kunstfotos kann ich mir im Moment (noch) nicht vorstellen.
      Mit lieben Grüßen,
      Michael

      Gefällt 1 Person

  1. … und doch bleiben diese erinnerungen.
    ein wunderschönes bezauberndes (wenn auch wehmütiges) gedicht, lieber michael, aber gerade diese melancholie macht es besonders.
    ganz liebe grüße dir und einen rundum schönen und besinnlichen jahresausklang!
    diana

    Gefällt mir

    1. Liebe Diana. Hätte nie gedacht, dass ich mich irgendwann so intensiv mit meiner alten Heimat beschäftige. Hab das bei Monika zwar verstanden, aber die Auseinandersetzung eben damit, für mich selbst ausgeschlossen. Damals.
      Liegt`s jetzt am zunehmenden Alter? 🙂
      Herzlichen Dank, für Deinen schönen Kommentar Diana! Deine Meinung ist mir besonders wichtig!
      Dir wünsche ich auch alles Liebe für die verbleibenden Tage dieses Jahres!
      Mit herzlichen Grüßen,
      Michael

      Gefällt 1 Person

  2. Weihnachten erweckt in mir auch immer Kindheitserinnerungen.
    Die Sehnsucht nach deiner Heimat kann ich ganz stark aus deinen schönen Zeilen spüren.

    Liebe Grüße
    Gabriele

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    1. Ist es nicht sonderbar, liebe Gabriele, dass man Weihnachten (fast) immer mit der Kindheit verbindet? War es diese andere Zeit, oder liegt es wirklich nur an diesem Kindsein? Ob unsere Kinder sich auch irgendwann so gerne an ihre „Kinderweihnachten“ erinnern?
      Oh ja, liebe Gabriele – besonders mein Großvater mütterlicherseits fehlt mir doch sehr. Ich hätte ihm so gerne ein paar Dinge aus meinem Leben gezeigt. … er hätte sooo vieles verstanden …
      Hertlichen Dank, für Dein sehr feines Gespür und den tollen Kommentar!!!
      Mit lieben Grüßen,
      Michael

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  3. Ja, was wird man sehen?
    Alles nimmt einen seltsamen Zauber an. An einigen Stellen-unterbrochen.
    Musik, als Untermalung.. (Helle Klänge die vorherrschen…in einem wunderbaren Moment.)
    Und was vorher eine Tanne war, ist nun ein bunter Baum; den man mit offenem Mund bestaunt. Wie in Kindertagen. (:
    Und, der fast blendet.

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