was bleibt?

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was wird
aus unsern Träumen
den Gedanken
unsern Wegen

wenn irgendwann
der Tag nicht wiederkehrt

unsere Stimmen
sich im Wind verlieren
und wie Herbstlaub
müde

von den Bäumen
auf die Reise gehn

sind die Früchte
schon gereift
wenn kalt die Winternächte
unsre Gärten prägen

hörst du mich noch
wenn
meine Zeit mich ruft
woanders zu verweilen

was bleibt
wenn aus dem Morgen
ein neues Buch
den Tag beschreibt

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abgezählt

ich höre die Turmuhr schlagen
immer
und immer wieder

unterm Fenster
ist das Licht der Laterne
längst erloschen

Zug um Zug
flüchtet Leben
sich ins Dunkel

aus besterntem Himmel
flimmert Ewigkeit
vom Schweigen

und ich wache

über gestern
über heute
über morgen

und immer wieder
zählen Schläge
Vergänglichkeit

Nachtrag zu „Zum Teufel mit dem Paradies“

Zur Skulptur schrieb Elke Kühne-Kaminsky ein Gedicht, das ich nachträglich mit eingestellt habe. Leider weiß ich nicht, wie ich die Reihenfolge der Einstellungen beeinflussen kann – sonst hätte ich das Ganze hier an diese Stelle hochgezogen.
Aber bitte schaut ein bisschen weiter unten nochmal vorbei und lasst euch dieses tolle und sehr, sehr passende Gedicht nicht entgehen.
Herzlichen Dank!!!