in Gedanken

Gedanken hängen
riesigen Ölgemälden gleich,
im in alle Lebenslagen
eingeweihten Raum.

Rechts – heftiger Pinselstrich,
Landschaft im Chaos versunken.
… Schwarzes und dunkles Wirrwarr
nur spärlich im Zaum gehalten
durch ein kleines Gelb

verrottend im Geäst.

Links – Wirklichkeit
die in Farben zerfließt
– ein Traum von Romantik
verhüllt im Fumato der Zeit.

Geradeaus – der direkte Weg
  Allee in dichtem Wuchs.
Rasantes Tempo
– von Scheuklappen versperrt die Sicht.

Zählt nur noch
der undefinierbare Punkt
am Ende der Spur?

Im Rücken – der Drache
– bedrohliche Glieder,
ein treuer Blick
– gefangen in sich selbst.

  Nur klein – die Tür.
Zurück ins vertraute Nichts.

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3 Kommentare zu “in Gedanken”

  1. Unsere Gedanken werden uns immer wieder einholen und sei es verzerrt in unseren Träumen, in denen sie wir versuchen zu verarbeiten. Vielleicht können wir uns arrangieren, Eine vollständige Heilung gibt es nicht, denn dann wären auch wir nicht mehr lebendig, sondern wie die Farbe in einem Gemälde erstarrt.

    Liebe Grüße
    Anna-Lena

    Gefällt mir

    1. Herzlichen Dank, liebe Anna-Lena, für Deinen sehr einfühlsamen Kommentar!
      Manchmal hat es ja auch was Gutes – auf diese Weise sind schon einige meiner Arbeiten entstanden. Bin also manchmal auch froh über die „Eingebungen“ 🙂
      Mit lieben Grüßen,
      Michael

      Gefällt 1 Person

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