Siebenbürgen

HPIM1380.JPGKleinschelken

über die Gräber
bettet die Zeit von gestern
sich in Steinen

aus getrennten Himmeln
klingen Lieder
dem Vergessen ins Gemüt

müde und verlassen bracht
der Weinberg aus den Hängen
Häuser schließen sterbend
ihre Augen schwer

helle Kinderstimmen
zogen
mit dem Wind

einst weinten
alte Männer noch
und Frauen

nun sind sie stumm

auch die vergilbten Fotos schweigen
was einmal war
wird nie mehr sein

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4 Kommentare zu “Siebenbürgen”

  1. Man kann halt nicht als Unbeteiligter durchs Leben laufen. Manches wird zwar vergessen, aber einige Ereignisse bringt das Schicksal irgendwann zur Wiedervorlage. Naja, und dann ist die Sichtweise vielleicht schon etwas gelockerter.

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