Francesco Petrarca

 

Jetzt, da der Himmel schweigt und Erd und Winde,
Vögel und Wild des Schlafes Zügel tragen,
Die Nacht im Kreise führt den Sternenwagen,
Das Meer sich ruhig streckt durch seine Gründe,

Wach ich, glüh, sinn und wein, und, wo ich stünde,
Ist nah mein Feind mit seinen süßen Plagen;
Krieg ist mein Zustand, voll von Zorn und Zagen;
Nur, denk ich sie, ich einigen Frieden finde.

So dringt aus einem hell lebendgen Quelle,
Draus ich mich nähre, Süßigkeit und Herbe,
Und eine Hand gibt Heilung mir und Wunden.

Und weil mein Jammer nie gelangt zur Stelle,
Ersteh ich tausendmal des Tags und sterbe;
So weit ach! hab ich noch, um zu gesunden!

Francesco Petrarca

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