meine Jahre

Vielleicht ist ein „Offenes Gedicht“ eines, in dem das Ende Fragen aufwirft. … oder ein unvollendetes, bei dem der Schreiber einfach nur nicht weiter kommt.

Manchmal überlege ich beim Schreiben, ob ich alles schreiben darf, was mir durch den Kopf geht. Doch irgendwann fragt man sich auch, ob man sich nicht  viel zu oft hinten angestellt hat, bzw. die Dinge  nie beim Namen genannt hat.  

.

meine Jahre

.

sieh doch
wie mir die Jahre
durch die Hände gleiten

mein Leben geht
und viel zu oft
hab ich es kaum gelebt

überfüllt die Wiege
habt ihr mir mit Pflichten
doch die euren
viel zu oft versäumt

was bleibt mir
von euch aus den Kindertagen
es ist der Schmerz
der alles andre überwiegt

ich bin`s
der heute klagen sollte –
doch du bist es
der mir sein Leid erzählt

dein Wohl
es liegt dir doch zu Füßen
hast`s nie gemerkt

es kam von mir

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4 Kommentare zu “meine Jahre”

  1. Oft kommt doch in Gedichten etwas zum Ausdruck, das uns in der Seele brennt und nach Worten ringt. Das ist das Schöne am Dichten, der Ausdruck, das Wortlose und Ungesagte hervorzubringen, egal ob direkt oder umschrieben.
    Liebe Grüße Ariana

    Gefällt mir

  2. Und doch, liebe Ariana, sagen wir oft nicht das, was unser Inneres zu sagen hat. … und wir stehen am Abgrund – haben die Wahl:- springen, oder umdrehen und Profil zeigen.
    Lieben Dank, für Deinen sehr, sehr schönen Kommentar!
    Alles Liebe,
    Michael

    Gefällt 1 Person

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