von einem Schränkchen

In der Regel bleiben die vielen Türchen dieses Schränkchens verschlossen.
Doch manchmal öffnen sie sich wie von selbst – wenn auch nur teilweise und nur für einen kurzen Augenblick …

… und ich schaue hinein in diese andere Zeit – in einer völlig anderen Welt.

Manchmal freue ich mich sehr, jemandem zu begegnen, den es schon lange nicht mehr gibt.
Doch manchmal schmerzt mich die Begegnung, wenn ich den Menschen erkenne und ihn mit dem Menschen vergleiche, der aus ihm geworden ist.

Und dann sind da noch diese vielen anderen Menschen.
Oft gibt es sie auch schon lange nicht mehr.
… und die, die noch da sind?
Manche erkenne ich auch nicht mehr.

Doch wie viele von ihnen würde ich am liebsten nie gekannt haben wollen?

Und wie viele von ihnen sind sich einfach treu geblieben?
Vielleicht sollte ich nicht beurteilen oder verurteilen, wer dies im positiven oder negativen Sinne tat.

… wenn das immer so einfach wäre.

Denn …

… ein Leben ist nun mal gelebt – mit Erlebnissen, die sich hinter diesen tausenden von Türchen verstecken. … die nur vielleicht, oder teilweise ab und zu aus dem Dunkel treten.

Ich frage mich, ob ich das Schränkchen nicht mal systematisch durchstöbern und listen soll.

Doch die Frage, ob ich das will, hindert mich immer wieder daran.

… und dann der Zwiespalt:

Du solltest es tun.

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