Labyrinth

Dieser Kupferstich aus dem 18. Jahrhundert zeigt den Minotaurus in einem gemauerten Labyrinth. Die lateinische Inschrift lautet: „In Stille und Hoffnung“.

Minotaurus im Labyrinth

.

durch die Nebel
meiner Seele
ziehn sich finstre Schatten
ein Labyrinth
das immer tiefer
mich dem Abgrund näher bringt

Dunkelheit
verschlingt die Hände
die mich führten
ihre Wärme
fühle ich nicht mehr

und ich greife
in die Kälte
spiegle Herzkristalle
bis sie glühn

doch die Welt
sie bleibt im Dunkeln

mein Labyrinth

ein Irrweg
ohne Ende
ohne Ziel

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7 Kommentare zu “Labyrinth”

  1. Lieber Michael, Dein Text berührt – und gleichzeitig drängt er mich dazu, Dir zu sagen, was ich über Labyrinthe denke: Das Schöne an einem Labyrinth ist, dass es ein Ziel hat, und dass jeder Schritt uns ihm näherbringt, auch wenn er sich zu entfernen scheint – das tut er aber nicht…
    Sei lieb gegrüsst
    Guido

    Gefällt 1 Person

  2. Ich weiss, was Du meinst…muss denken an Momente, in denen der einzige Wegbegleiter meine eigenen Schrittgeräusche waren, und in denen mir erst im Nachhinein klar wurde, dass ich in Ihnen nicht nur meine eigenen Schritte gehört habe…
    Wünsche Dir gesegnete Ostertage!
    Guido

    Gefällt 1 Person

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