ohne wiederkehr

seidengesponnen
die ferne der zeit

der maulbeerbaum
wacht über erinnerungen
das gackern der hühner
an heißen sommertagen
verdorrt das gras auf den bergen
großvater führt die kuh
an den brunnen
schöpft kühles nass
eimer für eimer
quietschend gelagert
gießt georginen am weg
und im tal
schweigen die glocken

und stille

am himmel weiße streifen
fliehen über die wälder
ohne wiederkehr

wie der brunnen
den es längst nicht mehr gibt

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6 Kommentare zu „ohne wiederkehr“

    1. Ja, liebe Maren – manchmal packt einen die Wehmut.
      Weißt Du – du hast ein Bild im Kopf, das es so überhaupt nicht mehr gibt. Die Veränderung hat man gar nicht miterlebt – vielleicht ist es auch besser so.
      … und dann die Erinnerung an Großvater. Hab damals vor vielen Jahren nichtmal Abschied von ihm nehmen können.
      Nun bin ich seit ein paar Wochen selbst Großvater und kann mir eine Zeit ohne die Kleine gar nicht mehr vorstellen.
      Bin sehr froh, dass der Text Dir was sagt. Dankeschön!
      Alles Liebe,
      Michael

      Gefällt 1 Person

      1. Naja ich bin krank, hab zu lange gewartet und jetzt muss ich zwangsweise Beine stillhalten und meine Erkältung auskurieren.
        Ansonsten geht es mir gut, bin nur noch zum Lesen auf dem Blog.
        Hab mein Kinderbuch fertig geschrieben und warte auf die Veröffentlichung. 😊

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