vom sinn

am rande des lichts
will ich deine hände nehmen
und dich führen

den schmerzenden sand
aus deinen augen
will ich in steine gießen,
fundamente bauen

befreit von der zeit
in die ewigkeit

ein leben ist wertlos
sagst du – und ohne sinn.
ich sage, schenke es mir

ich pflanz‘ darin blumen
und teil‘ es mit dir

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sommersonnenwende

noch
steht die sonne hoch
doch warme tage
weichen nunmehr kalten nächten

die amsel
die bis spät gesungen

schweigt

flügge lauern krähen
im maschinendonner, der
die reifen ähren
von den müden, längst
verdorrten feldern mäht

in süßem duft von bunten früchten
ruht erinnerung

von vergänglichkeit
und wiederkehr

ein traum

Acryl auf Leinwand 80×100 cm

ich fühle deinen busen
deinen weichen
deine beine gleiten
an den meinen
dicht an dicht

barfuß
eng umschlungen
tanzen wir im grase
dein buntes seidenkleid
es schmeichelt uns
bei jedem schritt

mit süßem kirschenmund
betörst du meine lippen
durch deine haare streichen
meine finger
deinen rücken und zur hüfte
bis zum po

so könnte dieser
sommerabend ewig bleiben
ein traum – in wahrheit
soll er nie vergehn