Antonie Jüngst – Ein verlorener Ton

Es hallt‘ durch meine Träume
gar süße Melodie,
ein Ton wie Engelsharfen,
wie Sphärenharmonie.

Bei seinem Klange rauschte
ein Silberquell empor,
deckt‘ sich der rauhe Felsen
mit buntem Blumenflor.

In Wonneschauern hauchte
die sonnengoldne Luft
und trug auf ihren Schwingen
den zartsten Rosenduft.

Es blüht‘ und glüht‘ und tönte
das weite Tal entlang,
ein Wonnerausch von Blüten,
ein Jubelrausch von Klang.

Erwachend — bange Stille
und tiefes Graun der Nacht,
verstummt die süße Weise,
verwelkt die Zauberpracht.

Seit diesem Traume irre
bang suchend ich umher:
Ich hab‘ den Ton verloren
und find‘ ihn nimmermehr.

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6 Kommentare zu „Antonie Jüngst – Ein verlorener Ton“

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