Unsere erste gelbe Rose –

– eine kleine Widmung an …

 

Es waren sehr schöne drei Tage am Neckar. Doch ein Erlebnis  möchte ich besonders hervorzuheben.

Am ersten Tag standen wir während eines Spaziergangs in Eberbach plötzlich vor dem Küfereimuseum in der Pfarrgasse. Leider mussten wir lesen, dass es nur an Wochenenden und Feiertagen öffnet. Dies bedauerte ich sehr – zumal ich aus einer Küferfamilie stamme. Mein Großvater, mein Vater und mein Onkel Peter waren Küfer. Die Küferei ist ein uraltes Handwerk, das inzwischen leider ausgestorben ist. 

Als Kind war ich sehr viel in der Werkstatt meines Vaters und der meines Onkels – ich mochte das Bearbeiten des Eichenholzes und ganz besonders die des Maulbeerholzes sehr. So kam es, dass ich mit 14 schon selbst Fässer bis zu einem Fassungsvermögen von 300 Litern machen konnte.

Wir wollten gerader weiter gehen, als plötzlich ein alter Mann aus dem alten Gebäude kam – scheinbar um Blumen zu gießen. Er fragte uns, ob wir nicht eintreten möchten um das Museum zu besichtigen. Natürlich sagte ich, ich würde seine Ruhetage sehr gerne respektieren.

Doch wir kamen ins Gespräch – dabei erfuhren wir, dass die Küferei einst seinem Vater gehörte und er nach dessen Tod alles zu einem Museum gemacht hätte. Als ich ihm meine Küfereigeschichte erzählte, merkten wir beide, wie sehr uns das verband und wir setzen unser Gespräch nun doch drinnen fort.

Hier bot sich mir ein wunderbar vertrautes Bild – nur eben, dass meine Küfereizeit nunmehr über 45 Jahre zurückliegt.

Alles sah so aus, als hätte der Küfer die Werkzeuge gerade abgelegt, um eine kurze Pause zu machen. 

Nach fortgeschrittener Zeit verließen wir das Museum. Doch beschäftigt mich die Tatsache sehr, das dieser alte Mensch dieses wunderbare Werk aus mehreren Generationen nicht mehr lange weiterführen kann. Auch gibt es in Eberbach scheinbar niemand, der es übernehmen möchte. Selbst die Stadt hat kein Interesse daran.

So geht ein Denkmal verloren, das seinesgleichen niemehr zu finden sein wird.

 

 

„Rette die Bienen“

Unser Rasen ist so, wie ihn jeder Rasenfetischist niemals haben möchte. Vor 28 Jahren habe ich ihn angelegt – seither nie gedüngt, nie gelüftet, Unkraut wachsen lassen.
Wobei ich die unzähligen Gänseblümchen, eine moderate Löwenzahnmenge und sonstiges Geblüm nicht mehr als Unkraut betrachte.
So lasse ich meine „Wiese“ auch mal länger und ungemäht eine Weile blühen.
Nun läuft gerade die Aktion „Rette die Bienen“.
Man mag von Lebensmitteldiscountern halten, was man will.
Aber ich finde es sehr schön, dass zum Beispiel Lidl da mitmacht und die Tütchen mit den Wiesenblumensamen kostenlos an der Kasse verteilt.

Mich haben die Dinger dazu inspiriert damit ein kleines Beet anzulegen, das ich sich selbst überlassen möchte.
Bin mal gespannt, was sich tut.
… und ich hoffe, dass viele Menschen mitmachen.