Ich denke …

... Verlogenheit ist eine der schlimmsten Charaktereigenschaften überhaupt.

Eine Steigerung davon ist es, wenn man sich auf Gesagtes von Geschwistern und Eltern nicht verlassen kann – man nur weiß, dass einer von beiden lügt und niemand dazu steht, bzw. bereit ist das Gesagte aufzuklären.

Wenn es so oder ähnlich ein Leben lang läuft – und das ist bei Weitem nicht alles – es einen krank gemacht hat, was aber den Verursachern der Krankheit (bildlich gesprochen) am Allerwertesten vorbeigeht?

Sollte man sich nicht fragen, ob man nicht zu viel vergeudet hat?

Terrassenstuhl

Manchmal schlendere ich ganz gerne durch den Sonderposten-markt. Letztens kaufte ich zwei enorm günstige gusseiserne Pfanztopfuntersetzer mit Rollen. Die Rollen weggeschraubt, habe ich die Platten diese Woche zum Bau eines Terrassenstuhls verwen-det und zwischen Baueisen (die ich gebogen und zusammenge-schweißt habe) montiert. Um die Oxydation zu beschleunigen, besprühe ich den Stuhl noch einige Tage mit (sehr salzigem) Salzwasser, bevor ich ihn dann mit Klarlack lackiere.

Friedrich Emil Rittershaus – Baum und Astern

„Warum blüht in Herbstestagen,
Astern ihr?“ so sprach der Baum;
„Längst vorüber ist des Lenzes
Wonnevoller Blütentraum.“

„Tor,“ so rief die Schar der Astern,
„Nach den Sommertagen schwül
Ist die schöne Zeit gekommen,
Linder Wind umrauscht uns kühl.“ –

„Blühet weiter, Herbsteskinder,
Bis die Winterstürme weh’n,
Freut euch, dass ihr Maienwonne
Nie empfunden, nie geseh’n!“

Also sprach der Baum, der alte,
Als der Astern Wort verklang,
Und er träumte, schlummertrunken,
Von der Nachtigall Gesang;

Von dem Vöglein, das im Lenze
Singend, jubelnd zu ihm kam;
Von den holden Frühlingsliedern,
Die die Aster nie vernahm.