auf und ab – herbststufen

Langsam macht sich der Herbst bemerkbar – auch wenn es heute recht sonnig und warm ist. Man sieht es den Pflanzen an, dass sie bald ihre Ruhe haben wollen.

Mathildchen ist diese Woche auf der Treppe gefallen. Es war nicht weiter schlimm, aber ich hab ihr mal gleich ihren eigenen Handlauf gebaut.

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Die Lampe flirrte, und die Uhren tickten

Die Lampe flirrte, und die Uhren tickten,
sonst war es still im traulichen Gemach,
und Wang‘ an Wang‘, so saßen wir und blickten
den leichtbeflügelten Gedanken nach.

Erloschen war der Sinne heißes Sehnen,
die Flamme der Begehrung war verfacht,
und gleich zwei treuvereinten weißen Schwänen,
so flogen unsre Seelen durch die Nacht.

Mit raschem Flug durchzogen sie die Ferne
und hauchten in den Weltenraum ihr Glück,
mit leichten Flügeln streiften sie die Sterne
und kehrten selig in ihr Heim zurück.

Mit welchem Himmelsnamen soll ich’s nennen,
was uns so innig fest zusammenhält?
Ach — eine Welt, wo zwei sich lieben können
so treu wie wir, das ist die beste Welt!

Ludwig Ganghofer

bis gras … ?

ich wünschte mir
ich könnte hassen,
ihr wärt mir fremd
und nicht verwandt

mein leben
zwischen zweifel und vergessen,
die ohne skrupel
ihr nicht kennt

ich weiß nicht
wer ich bin, wieso ich wurde,
suche die wahrheit
aussichtslos

gesagt ist viel
und doch so wenig

was bleibt
ist nichtverstehn und fragen,
die müde sind
doch nie vergehn