weißt du noch

weißt du noch von jener nacht
als wir die truden aus den ställen trieben …
… und die milch wurde rot
und das blut wurde weiß
und die wölfe lauerten in der dunkelheit, die bis zu den zäunen ging
ein letztes mal abschied von georg und von hans – aus der ferne
doch zeitlos die gemeinsame zeit
und michael, der nie auf die andere seite des stromes kam – sein traum von freiheit verpfändet im tod
nur ein bild blieb …
… nur ein wink aus dem nachttisch  in das dunkel der nacht

weißt du noch,
von dieser fernen nacht …

dreh dich nicht um

dreh dich nicht um –
hinter den wäldern
liegt noch schnee

die toten
sind längst über die brücke getragen –
ein letztes mal
die stufen hinauf,
zu den offenen steinen

manchmal,
hörst du sie rufen

und du schreist
zurück, in die ferne zeit –
stimmen,
die im echo der wälder vergeh’n

dreh dich nicht um