Land, mein Land

Heute morgen lachte schon die Sonne und ich schnappte mir mein Tablet und fuhr die paar Kilometer hoch nach Waldenburg, um diesen ersten Januartag mal von dieser Seite festzuhalten.
Mit Blick auf das Land, hoch über der Hohenloher Ebene, dachte ich daran, wie dankbar wir doch sein können, in diesem wunderschönen Land leben zu dürfen.
Wir klagen auf enorm hohem Niveau und reden alles in Schutt und Asche, ohne, dass es uns bewusst wird, dass selbst dieses Klagen-Dürfen ein Privileg ist, das für die meisten Menschen dieser Welt fremd und unerreichbar ist.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein frohes, glückliches und schönes neues Jahr!

Morgensonne lächelt auf mein Land,
Wälder grünen her in dunklem Schweigen.
Jedem Schatten bin ich nah verwandt,
Jedes Leuchten nimmt mich ganz zu eigen.

Land, mein Land, wie leb ich tief aus dir!
Löst sich doch kein Hauch von diesen Lungen,
den du nicht vorher jetzt und hier
erst mit deinem Hauche hast durchdrungen.

Deine Berge ragen in mir auf,
deine Täler sind in mich gebettet,
deiner Ströme, deiner Bäche Lauf
ist an alle Adern mir gekettet.

Steht kein Baum auf deiner weiten Flur,
der nicht Heimat wiegt mit allen Zweigen,
und in jedem Winde läuft die Spur
einer Liebe, der sich alle neigen.

Karl Bröger