Corona und „Weiße Rose“?

Morgen veranstalten die selbsternannten „Querdenker“ unter dem Motto „zu Ehren der Weißen Rose“ eine Demo für die „Abschaffung aller Corona-Einschränkungen im öffentlichen Leben“.
Dafür wählten sie ausgerechnet  Forchtenberg, den Geburtsort der Geschwister Hans und Sofie Scholl.
Unter den angekündigten Rednern ist auch Julian Aicher, ein Neffe, der von den Nazis ermordeten Geschwistern Scholl.
Ich denke, es ist eine anmaßende Unverschämtheit von diesen „Querdenkern“, überhaupt den Namen Scholl für ihre Zwecke in den Mund zu nehmen.
Ist es denn zu viel verlangt, noch ein Jahr lang auf seinem gottverdammten Arsch zu sitzen, bis dieser mit einer Impfung gegen das Virus behandelt werden kann?
Hans und Sofie wurden für ihren Einsatz gegen wirkliches Unrecht, in einem totalitären, mörderischen Regime ermordet.
Heute nennen sich Schwachköpfe, die den Tod anderer in Kauf nehmen – sicher zum Teil auch verursachen – „Querdenker“. … und fühlen sich dabei als Verteidiger unserer freiheitlich demokratischen Verfassung.
Es ist einfach nur zum Kotzen!

Rückblick – wieder zu Hause

Manchmal sind es die einzelnen kleinen Dinge, die das Ganze zu etwas ganz Besonderem machen.
Nicht nur, dass unsere Winzerin in Hagnau nur zwei Zimmer vermietet – wenn nebenan auch noch ein ganz, ganz liebes und nettes Ehepaar wohnt, ist es ein guter Grund, morgens dem Tag mit Dankbarkeit entgegen zu blicken.
Und man schaut aus dem geöffneten Fenster, blickt über die duftenden, frisch geschnittenen Weinreben über den weiten blauen See, von Konstanz bis Romanshorn. … hinter dem Panorama ragen Säntis und Altmann über weiße Wolken .

… und dann geht man durch dieses Paradies der Weinberge und Obstplantagen – überquert die B31 durch eine Unterführung – hört schon von Weitem die Musik des Sopransaxaphonisten, der einfach nur diese wunderbare Akustik des Bauwerkes für seine täglichen Übungen nutzt. 

Man setzt sich in den Schatten der Haselsträucher und überlegt, ob man ein paar Nüsse knackt, die allgegenwärtigen Wildbrombeeren, oder die vollreifen Mirabellen essen soll …
… und lauscht den wunderschönen Klängen, dieses tollen Musikers mit seinem sonderbaren Instrument.
Und die endlose Weite quert eine junge Mutter mit ihrem zuckersüßen Kind, das noch kaum gehen kann, aber den Puppenwagen schiebt.

Man wandert weiter nach Meersburg, gönnt sich einen Eisbecher mit wunderbaren Waldbeeren, unter den Schirmen des Café Venetia.

Dann tritt man den Heimweg nach Hagnau an – immer am See entlang, setzt sich ab und zu auf eine Bank, oder läuft einige Schritte durchs Wasser.

Kurz vor Stetten, bietet der Yachtclub herrliche Flammkuchen und gekühlte Weine von den Hängen des Sees an. Man sitzt am Wasser und genießt die Weite, das Rauschen – lässt die Seele baumeln.

Und Abends geht man in eines der tollen Restaurants, mit heimischer Küche und lauschigen Plätzchen.
Und der Tag gleitet friedlich in den Abend, im alten japanischen Garten des Senior-Chefs vom „Löwen“ – bei einem fruchtigen Spätburgunder.