Corona und „Weiße Rose“?

Morgen veranstalten die selbsternannten „Querdenker“ unter dem Motto „zu Ehren der Weißen Rose“ eine Demo für die „Abschaffung aller Corona-Einschränkungen im öffentlichen Leben“.
Dafür wählten sie ausgerechnet  Forchtenberg, den Geburtsort der Geschwister Hans und Sofie Scholl.
Unter den angekündigten Rednern ist auch Julian Aicher, ein Neffe, der von den Nazis ermordeten Geschwistern Scholl.
Ich denke, es ist eine anmaßende Unverschämtheit von diesen „Querdenkern“, überhaupt den Namen Scholl für ihre Zwecke in den Mund zu nehmen.
Ist es denn zu viel verlangt, noch ein Jahr lang auf seinem gottverdammten Arsch zu sitzen, bis dieser mit einer Impfung gegen das Virus behandelt werden kann?
Hans und Sofie wurden für ihren Einsatz gegen wirkliches Unrecht, in einem totalitären, mörderischen Regime ermordet.
Heute nennen sich Schwachköpfe, die den Tod anderer in Kauf nehmen – sicher zum Teil auch verursachen – „Querdenker“. … und fühlen sich dabei als Verteidiger unserer freiheitlich demokratischen Verfassung.
Es ist einfach nur zum Kotzen!

4 Kommentare zu „Corona und „Weiße Rose“?“

  1. Es unterstreicht die überzogen selbstmitleidige und zutiefst unreife Grundeinstellung der selbsternannten „Freiheitskämpfer“, sich mit dem NS-Widerstand zu vergleichen. Als hätte man sich den dicken Zeh angestoßen und würde damit heulend zu einer Selbsthilfegruppe für Fußamputierte humpeln.

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