Dieses Virus kennt keine Farben

Es ist einfach grauenhaft, was in Sachen Corona auf manchen Blogs so geäußert wird,
… sei es in Beiträgen – oder in Kommentaren.
Glauben diese Leute sich eigentlich selbst noch?
Hier vor Ort habe ich – wie schon in einigen meiner Beiträgen geschildert – die Coronasituation live mitgekriegt und ich weiß sehr gut um die Lage.
Ich brauche keine Pseudowissenschaftler aus irgendwelchen dunklen Kanälen, die ihre Videos in Garagen aufnehmen.
Lieber informiere ich mich bei seriösen Medien darüber, wie alles weiter gehen soll. Dass dieses Virus sehr gefährlich ist, muss mir niemand mehr sagen.
Oder es kleinreden.
Die Lage selbst kenne ich, wie gesagt, leider viel zu gut.
Und ja – ich habe Angst.
Aber diese Angst ist situationsbedingt und sie wird irgendwann mit dem Virus verschiedenen.
Ich wittere keine Verschwörung – die Angst deswegen überlasse ich denen, die sich in ihrer Einschätzung verrannt haben und nun irgendwo doch noch eine Bestätigung für ihre gesundheitlichen – oder besser gesagt, politischen Vorstellungen suchen.

Auch habe ich überlegt, ob ich an dieser Stelle mit diesem Blog aufhöre – es macht mir viel zu oft keinen Spaß mehr.
Unpolitisch kann und will ich in dieser Zeit aber nicht sein.
Das kann so manchem übel aufstoßen.
Aber soll man die Meinung denen überlassen, die genau darauf warten, dass man schweigt.
Ich möchte auch nicht mehr so lange diskutieren, bis ich etwas Schwarz sehe, was für mich vorher Weiß war. Oder andersrum.
Dieses Virus kennt keine Farben.
Es ist traurig, dass man nunmehr seit Monaten immer noch darüber reden muss.

Wäre mein Herz

Wäre mein Herz
ein Stein, den die Brandung umspült,
geerdet
tief unten, wo Ruhe und Frieden
und Stille meine Füße streicheln,

und alles was lebt, sich
dem Lauf der Dinge fügt,

würde ich Stürmen trotzen,
allem Halt bieten,
was nach mir greift.

Und doch, treibe ich selbst
durch die Weiten der Meere,
weiß nicht woher
und wohin.

Doppelschreck

Als ich zu Beginn des Jahres online einige Reliefs für den Bau meines Outdoor-Herdes kaufte, fuhr der Kurier nach der Anlieferung eines Paketes ziemlich eilig davon – dies ehe ich an der Türe war. An der Wand lehnte ein lummeliger Karton und als ich dieses 40-Kilo-Paket anfasste waren im Inneren schon bröselnde Geräusche zu hören.

Ich war etwas überrascht, hatte ich doch eigentlich nichts bestellt, was unterwegs brechen konnte.

Als ich die Sendung öffnete, war ich ziemlich enttäuscht. Was ais Metallguss gekauft war, kam mir in kleineren und sechs größeren  Gipsstückchen entgegen.. Nicht nur, dass ich scheinbar verarscht wurde – wenn das doch wenigstens ganz geblieben wäre. Wahrscheinlich hat aber der Verkäufer selbst nicht gewusst, was er da auf die Reise schickt – anderenfalls hätte er eine entsprechend sichere Verpackung gewählt. Das klärte ich mit ihm – und da man das Ding normalerweise nur noch entsorgen konnte, überwies er mir mein Geld zurück.

Bis zur Klärung wollte ich die Brösel aufbewahren – vergaß sie aber nachher im Schuppen.

Irgendwann kam ich jedoch auf die Idee, wenn ich mehr Zeit hätte zu versuchen, das Bild wieder zusammenzusetzen und zu restaurieren. Dies nahm ich unlängst in Angriff und fing damit an, die ersten Bröckel in meinem Werkstattatelier an die Wand zu kleben.

… und hab es zu meiner Zufriedenheit tatsächlich geschafft.