angekommen

Infizierte und Tote in meinem Bekanntenkreis – in vergangenen Beiträgen schrieb ich hierüber.

Nun ist das Virus auch in meiner Familie angekommen.
Heute erfuhr ich, dass meine Mutter infiziert ist.

Neuestens macht man nun die Politik dafür verantwortlich, dass sich Covid-19 immer schneller ausbreitet – man hätte nicht rechtzeitig gehandelt.

Ich sage:
Unsere demokratischen Möglichkeiten haben dafür gesorgt, dass ein früheres Handeln nicht möglich war.
Die Politik hat zu zaghaft auf die Warnungen der Institute reagiert, weil man Angst davor hatte, gegen demokratische Regeln und Grundrechte zu verstoßen.

Bleibt die Frage:
Soll man in dieser Angelegenheit der Dummheit der Strasse mit ihren Leugnern und Verschwörungsheinis glauben – oder denen, die sich professionell mit der Pandemie beschäftigen?!

Jeder hat das Recht, seine Meinung zu äußern.
Und ich weiß um die Gefährlichkeit, dies nicht tun zu dürfen – hatte meine Kindheit selbst in einem totalitären Staat.
Trotzdem liebe Querdenker: – achtet bitte auf die Verhältnismäßigkeit.

Wir müssen lernen: – Demokratie kann tödlich sein.

17 Kommentare zu „angekommen“

      1. Ich selbst verliere meinen Optimismus von Tag zu Tag mehr, Nati.
        Bis die noch nicht begonnenen Impfungen durch sind – und dann auch noch ihre Wirkung zeigen – vergehen noch viele Monate.
        An gegenseitiger Rücksichtnahme führt kein Weg mehr vorbei. Wenn die nicht möglich ist, muss sie erzwungen werden.
        Das ist meine persönliche Meinung.

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      2. Ich weiß um deine Meinung Michael.
        Aber wir dürfen nicht aufhören positiv zu denken.
        Leider gibt es viele Egoisten die auf nichts verzichten wollen.
        Ihnen ging es zu lange zu gut.
        Die Niederlande war heute konsequenter, wenn auch etwas spät.
        Das hätte ich mir hier auch gewünscht, wenn ich sehe was in den Städten los ist.

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  1. Guten Tag Michael.

    Die Situation verlangt, dass ich andere, mich selbst vor dem Virus schütze. Für andere, die anders denken und handeln, muss ich mich nicht rechtfertigen.

    Die Herrschaft der Mehrheit, mit all ihren Mängeln, hat uns bewiesen, dass sie die Menschen in Distanz zu den Despoten und der Diktatur gebracht hat.

    Herzliche Grüße
    Hans

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    1. Lieber Hans,

      wir werden – wenn es so weiter geht, meiner Meinung nach, eine Sterberate erreichen, die mit Kriegszuständen vergleichbar wird.
      Und Kriege hatten noch nie einen demokratischen Verlauf.
      Hier haben wir es mit einem Feind zu tun, der äußerste Geschlossenheit von uns allen (weltweit) notwendig macht.
      In meinen Augen ist diese notwendige Solidarität nicht verhandelbar.

      Alles Liebe
      Michael

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      1. Lieber Michael,

        Ich verstehe, dass Du zu diesem Schluss gekommen bist, allerdings beinhaltet mein Verständnis zur Demokratie nicht gleich, dass ich als Einzelner für jemanden eintrete, der die notwendigen Regeln, zum Schutz von anderen, nicht mal für sich selbst beachten will.

        Herzliche Grüße
        Hans

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      2. Genau so sehe ich das auch Hans.
        Will man aber eine Demokratie schützen, muss man gegen die, die ihr schaden vorgehen.
        Die Querdenker sind in diesem Fall aber das Gegenteil von dem, was sie selbst angeben zu sein.
        Wenn sie sich selbst gefährden ist das ihre Sache.
        Aber indem sie dies tun, tragen sie im Anschluss ihrer Demos dieses Virus in die Gesellschaft – denn da verhalten sie sich nicht anders.
        Sie missachten den Anspruch anderer auf körperliche Unversehrtheit, spielen mit deren Angst vor der Pandemie, schränken ihre Freiheit ein und greifen damit selbst in existenzielle Rechte von achtzig Millionen Bürgern ein.
        Das ist ein äußerst undemokratisches Verhalten und ein Staat wäre nicht autoritär, wenn er dagegen vorgehen würde.
        Alles Liebe
        Michael

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  2. Lieber Michael.

    Ich denke, Deine Übelegungen sind übertragbar auf mich, im kleinen, als Einzelner. Überall da, wo ich eine Grenze gegenüber anderen überschreite, muss ich mir selbst ein Gewissen machen.

    Die Gesellschaft als ein „Wir“, dem sie sich gegen das Böse seiner Mitglieder durchsetzen muss, die nicht zur Einsicht bereit sind; entweder mit rücksichtsloser Macht, oder durch einen demokratischen Prozess, darin die Waage zur unteilbaren Würde, der Guten und der Bösen zu halten, das muss für die Verantwortlichen ein ungeheuer Kraftakt, von einer Haltung geprägt sein, die das ganze Menschsein herausfordert.

    Herzliiche Grüße
    Hans

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  3. Lieber Michael,

    Ich wünsche Dir zum Neuen Jahr alles erdenklich Gute. Ich sehe die „Welt“ anders als Du, darüber mag ich nicht streiten. Ich verabschiede ich mich aus Deinem Blog.

    Herzliche Grüße
    Hans

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    1. Lieber Hans,
      Dir wünsche ich auch ein schönes und gutes Neues Jahr!
      Dass Du Dich verabschiedest bedauere ich sehr!
      Wie die Welt empfunden wird, ist manchmal nicht so, wie sie tatsächlich ist. Jedoch hat jeder das Recht, mit seinen Empfindungen auf seine ganz persönliche Art umzugehen.
      Dies ist völlig in Ordnung so.
      Alles Liebe für Dich!
      Michael

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      1. Lieber Michael,

        Herzlichen Dank für Deine Antwort; allerdings, so denke ich, weiss niemand, der einen Welt die tatsächliche Wahrheit.

        Die Sinne allein, denken, empfinden, fühlen und die Ahnung; sie lassen nur ein wenig, das zu vermuten, das zu behaupten, zu einer subjektiven Einsicht.

        Die mag stimmig sein, für mich selbst, aber nie für andere. Das ist es, was, so denke ich, uns unterscheidet.

        Ich verstehe Dein Bedauern, ich denke anders als Du.

        Ich vermute, dass Du bei Deiner Weltanschauung bleiben wirst, die will ich mit meiner Sichtweise, durch einen Streit der Worte nicht verändern.

        Herzliche Grüße
        Hans

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  4. Ach Hans!
    Diese Welt hat jeweils (themenbezogen) nur eine einzige Wahrheit.
    Wie man die ergründet – bleibt (oft) unerreicht.
    Wahr ist aber, dass meine Mutter vor wenigen Tagen an Corona gestorben ist – und niemand kann das wegdiskutieren.
    … weder ihren Tod – noch den Grund dafür.
    Sie hätte sich bestimmt nicht infiziert, wenn nicht irgendjemand das Virus – bewusst, oder unbewusst, in das Pflegeheim hineingetragen hätte.
    Mach’s gut Hans!

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  5. Lieber Michael.

    Mein herzliches Beileid, zum Tod Deiner Mutter.

    Dass dem Ereignis so gewesen ist, das kann ich, will ich nicht bestreiten.

    Ein Grundgedanke enthält, so denke ich, zur wirklichen Welt, der eigenen Einsicht, anderen keine unfehlbare Wahrheit.

    Eine Rechtfertigung damit, zur einzigen Wahrheit, die ich anderen zu glauben vorstellen will; gehört nicht zu meiner Haltung, die Würde aller Menschen, ob böse, ob gut zu achten.

    Was die Welt hat, nicht hat, davon kann ich mir, zum Besseren kein Urteil fällen.

    Herzliche Grüße
    Hans

    Gefällt 1 Person

  6. Lieber Michael.

    Herzlichen Dank für Deine Antwort.

    Zum Abschied, zu Deiner Bitte; ich denke, die Welt lässt sich weder in einfache noch in subtile Begriffe verpacken.

    Ich kann einen anderen, die Welt nie ganz verstehen.

    Herzliche Grüße
    Hans

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