Alles geht

nichts bleibt, wie es ist. was gestern noch in den augen war, greifen heute die gedanken nicht mehr.

ich wollte mir bilder malen, bevor der winter kommt. doch die spätfröste nahmen die noch zarten blätter des feigenbaums. (vielleicht war ich selbst zu spät)

alles geht. erst von der haut, durch die seele – dann das leben.

zwei namen nur – unter der großen pappel in stein gehauen. so hart, wie mein herz, das die tränen von den wangen frisst.

was ist zeit? was gesagt werden sollte, verstummte für immer in zwei kompostierbaren pappbüchsen im ewigen kreislauf des seins.

was ist schon der tod? was ist das grün, die reifen äcker – die späten astern, die unter schnee und eis ihre farben verlieren?. und sterben.

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