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Projekt „Lyra“ – III

Ich glaube s’läuft. Heute hab ich den Deckel draufgeleimt, alles nochmal grob geschnitten und grob geschliffen, einen Saitenhalterrohling aus Aluminium gemacht und an der Lyra angepasst.

Projekt „Lyra“ – II

Ich glaube, irgendwie klappt’s gerade. Der Rahmen ist grob verschliffen und  zwei Wände für den Klangkörper geleimt und grob geschnitten. Eine davon hab ich auch schon an den Rahmen geleimt. Bevor ich die Vorderseite anleime, muss ich innen noch einen Feinschliff machen und innen auch lackieren.

Es war gar nicht einfach, Klangholz für die Wände zu finden. Geigenbauer verwenden hierfür ein besonderes Bergfichtenholz, das zweihundert bis dreihunder Jahre gewachsen ist. Das hat dann eine besonders enge Maserung. Auch sollte die Maserung quer zum Brett stehen. So ist eine besonders gute Klangwiedergabe gegeben. Im Baumarkt ist dieses Holz nichtmal ansatzweise zu finden. Da gibt es überhaupt kein Stück, das ich in den letzten Tagen nicht in den Händen hatte. Dann sah ich unterm Regal eine Palette mit Terassenfliesen aus Lärchenholzbrettchen. Ich habe die ganze Palette umgelagert und dabei genau eine Fliese gefunden, wo die Maserung an fünf Brettchen quer stand. … ein Klopftest. Es hörte sich vielversprechend an. … und daraus habe ich nun die Wande gemacht – diese so bearbeitet, dass sie stellenweise nur noch vier mm stark sind.

projekt „lyra“ – I

Einen völlig ungwohnten Weg gehen. Ich habe von Musik überhaupt keine Ahnung – dies merkte ich schon, als ich in meiner Jungendzeit Trompete lernen wollte. Nach dem „Blumengeflüster“ ging’s nicht mehr weiter.

Nun studiert aber die Theatergruppe des Musikvereins jedes Jahr ein Theaterstück ein, um es dann im Februar, im Rahmen eines „Theaterbesen“,  jeweils zwei Mal vor ausverkaufter Kulturhalle zu spielen.

Manchmal darf ich dabei an den Requisiten ein wenig mitmischen.

Mit der Lyra betrete ich diesmal völlig unbekanntes Terrain. Ich hoffe sogar, dass man sie dann auch irgendwie spielen kann.. Mal schauen.

Der Rohling des Rahmens gefällt mir schon mal. … und in der entscheidenden Phase kann ich wahrscheinlich auf Hilfe zurückgreifen.

Land, mein Land

Heute morgen lachte schon die Sonne und ich schnappte mir mein Tablet und fuhr die paar Kilometer hoch nach Waldenburg, um diesen ersten Januartag mal von dieser Seite festzuhalten.
Mit Blick auf das Land, hoch über der Hohenloher Ebene, dachte ich daran, wie dankbar wir doch sein können, in diesem wunderschönen Land leben zu dürfen.
Wir klagen auf enorm hohem Niveau und reden alles in Schutt und Asche, ohne, dass es uns bewusst wird, dass selbst dieses Klagen-Dürfen ein Privileg ist, das für die meisten Menschen dieser Welt fremd und unerreichbar ist.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein frohes, glückliches und schönes neues Jahr!

Morgensonne lächelt auf mein Land,
Wälder grünen her in dunklem Schweigen.
Jedem Schatten bin ich nah verwandt,
Jedes Leuchten nimmt mich ganz zu eigen.

Land, mein Land, wie leb ich tief aus dir!
Löst sich doch kein Hauch von diesen Lungen,
den du nicht vorher jetzt und hier
erst mit deinem Hauche hast durchdrungen.

Deine Berge ragen in mir auf,
deine Täler sind in mich gebettet,
deiner Ströme, deiner Bäche Lauf
ist an alle Adern mir gekettet.

Steht kein Baum auf deiner weiten Flur,
der nicht Heimat wiegt mit allen Zweigen,
und in jedem Winde läuft die Spur
einer Liebe, der sich alle neigen.

Karl Bröger